Häufig gestellte Fragen - musikalisch

Wettbewerbe
Muss ich bei Wettbewerben Originalnoten für die Jury vorlegen?

In der Regel ist das Kopieren von Noten untersagt (Copyright). Als Verband können und müssen wir nicht überprüfen, ob es sich um Originale oder Kopien handelt. Es ist aber ein Grundsatz der Fairness den Komponisten und Verlagen gegenüber, sich an die rechtlichen Spielregeln zu halten.

Musikerleistungsabzeichen
Kann die Bronze + Silberprüfung an einem Tag auf dem gleichen Instrument abgelegt werden?

Das geht! Allerdings muss die Bronze-Prüfung komplett bestanden sein, damit die D2-Prüfung (oder auch D2-Teilprüfungen) gültig werden. Sollte die D1-Prüfung nicht komplett bestanden werden, sind die D2-Prüfungsteile nichtig.
Beispiel: Sollte die D1-Praxis nicht bestanden werden, hätte eine erfolgreich abgelegte D2-Theorie keine Gültigkeit.

Kann die Theorie der Bronze + Silberprüfung an einem Tag abgelegt werden und die Praxis in einem anderen Bezirk zu einem späteren Zeitpunkt?

Da eine Prüfung im Bezirk eine eigenständige Prüfung darstellt, ist es folglich nicht möglich, z.B. beide Theorieprüfungen an einem Tag zu schreiben, und die Praxis in einem anderen Bezirk zu einem späteren Zeitpunkt abzulegen. Hier kann die D2-Theorieprüfung nicht übernommen werden, da noch keine komplett bestandene D1-Prüfung im System hinterlegt ist, welche aber lt. Prüfungsordnung Voraussetzung für das Ablegen von D2 ist.

Wie ist die Anerkennungen von Prüfungen anderer Verbände / Institutionen geregelt? Was wird anerkannt, was nicht?

Vom MON werden für aufbauende Prüfungen komplett abgelegte Prüfungen bei anderen Verbänden akzeptiert. Mit dem schriftlichen Nachweis (Urkunde) gegenüber der MON-Geschäftsstelle kann der TN zur nächsten Stufe des Musikerleistungsabzeichens zugelassen werden.
Beispiel: D1 in der Musikschule / Österr. Blasmusikverband / Mitgliedsverband des BBMV  - D2 kann beim MON abgelegt werden.

Kann man das MON-Abzeichen auch "kaufen"?

Nein. Der MON "verkauft" sein Abzeichen nicht, wenn der Teilnehmer die komplette Prüfung bei einer anderen Institution / Verband komplett abgelegt hat, da die Prüfung in diesem Fall nicht beim MON abgelegt wurde und zudem über das erfolgreiche Ablegen bereits durch die prüfende Institution mit einer Urkunde und Abzeichen honoriert wurde.

Nur bei Verlust eines Abzeichens kann dieses bei der Geschäftsstelle des MON gegen Vorlage der MON-Urkunde und gegen eine Gebühr gekauft werden.

Wie ist die Gültigkeit von MLAZ-Prüfungen vor 1998?

Beschluss der Musikkommission vom 15.10.2013:

  • D-Prüfungen, die vor 1998 abgelegt wurden, gelten unbegrenzt für höhere Prüfungen.
  • Für die Prüfung auf einem Zweitinstrument gleicher Stufe kann die Theorie lediglich mit der Note 3 (bestanden) angerechnet werden. Falls der Prüfling sich verbessern will, muss er die Theorieprüfung erneut ablegen.
Wenn ich die D3-Prüfung auf dem Zweitinstrument ablege: Brauche ich dann wieder den Quali-Kurs?

Ja, allerdings kann der Instrumentaldozent am 1. Kurstag entscheiden, ob am Ende des Quali-Kurses bereits die Prüfung abgelegt werden kann. Dazu ist es nötig, dass auch das Selbstwahlstück bereits prüfungsreif beherrscht wird.

Wertungsspiele
Wer kann an einem Wertungsspiel teilnehmen?

Teilnehmen können alle Musizierformen der Blasmusik. Vom "Spiel in kleinen Gruppen" (Ensembles) über Spielleute und Trommlerzügen, bis hin zum großen sinfonischen Blasorchester.
Musikalisch ist ein Wertungsspiel mit konzertanter Blasmusik oder auch traditioneller Blasmusik möglich.
Die Teilnahme ist innerhalb einer Leistungsstufe (Bsp. Mittelstufe) möglich. Es gibt aber auch die Möglichkeit außerhalb von Leistungsstufen im sogenannten "Kritikspiel" anzutreten.
Nicht zu vergessen auch die Marschmusik-Wertung.

Wie kann man sich zum Wertungsspiel anmelden?

Ausrichter eines Wertungsspiels sind in der Regel die Bezirke des MON. Der Bezirk führt das Wertungsspiel in Kooperation mit Vereinen, oft im Zusammenhang mit einem Bezirksmusikfest durch. Etwa ein halbes Jahr vor dem Wertungsspiel erfolgt eine Abfrage der Teilnahme an die Bezirkskapellen. Externe Kapellen können sich direkt beim Veranstalter melden.  Ansprechpartner im Bezirk ist hier in der Regel der Bezirksdirigent.

Was soll gespielt werden? Wie ist das mit den Pflicht- und Selbstwahlstücken?

In der "Konzertwertung" sind zwei Stücke zu spielen:
In der Grund- und Unterstufe sind das zwei Selbstwahlstücke.
Von der Mittelstufe bis zur Extraklasse ein Pflichtstück und ein Selbstwahlstück.

Dazu gibt es eine Pflichtwahlliste des BDMV, aus der ab der Mittelstufe mindestens ein Stück gewählt werden muss. Steht das Selbstwahlstück nicht in dieser Liste, muss es vom Verbandsdirigenten eingestuft werden. Die Verlagseinstufung ist hier nicht relevant. In der "Traditionellen Wertung" müssen drei Stücke, ein Marsch, eine Polka und ein Walzer gespielt werden. Hier gibt es ebenfalls eine Pflichtwahlliste.

Selbstwahlstücke außerhalb dieser Liste können nicht gespielt werden.

 

 

 

 

Nach welchen Kriterien werden die Stücke eingestuft?

Dafür gibt es einen umfangreichen Kriterienkatalog. Die wichtigsten Komponenten für die Einstufung sind: Werklänge, formale Struktur, rhythmische Gliederung, tonaler Aufbau, Tonumfänge in den Instrumenten, technische Anforderungen, rhythmische Anforderungen, notwendige Besetzung.http://www.mon.bayern/service/musik-in-bewegung/

Wie ist das mit den Partituren?

Die Partituren für die Juroren, 3 je Stück, sind einige Wochen vor dem Wertungsspiel dem Bezirksverantwortlichen zuzusenden.

 

 

 

Gibt es für ein Wertungsspiel Zuschüsse?

Ja, bei Konzertwertung, Trad. Blasmusikwertung und Kritikspiel für

Orchester 200,00 Euro
Ensembles  60,00 Euro

bei Teilnahme an der Marschmusik 60,00 Euro.

Welchen Einfluss hat die Besetzung auf das Ergebnis?

Ziel jedes Orchesters sollte es sein, das Klangbild der Komposition so originalgetreu wie möglich wiederzugeben. Das ist nicht immer möglich. Solistische Stellen können auch von einem anderen Instrument wiedergegeben werden, dabei ist darauf zu achten, dass das Ersatzinstrument lagengetreu und weitestgehend klangähnlich eingesetzt wird. Problematisch sind Klanglöcher im Orchesterklang, wenn z.B. der Alt-Bereich aufgrund fehlender Waldhörner und Saxophone nur durch die 3. Klarinetten abgebildet wird. Oder Akkordfragmente, aufgrund fehlender Instrumente.Bei solchen Problemen lieber ein passenderes, auf das Orchester besser zugeschnittenes Stück wählen.

 

 

 

Was ist das Wertungsgespräch?

Das Wertungsgespräch ist die wichtigste Komponente eines Wertungsspiels. In einem Gespräch teilt der Juror dem Dirigenten seine Einschätzung des Vortrags und des Orchesters mit. Stärken und Schwächen werden angesprochen, Handlungsansätze für das Orchester gemeinsam überlegt und Hinweise für die Weiterentwicklung des Orchesters gegeben. Zum Gespräch können auch weitere Musiker, der 2. Dirigent, Vorstand oder Registerführer mitkommen.

Was bekommt das Orchester bei einem Wertungsspiel?

Der Vortrag wird mit Punkten und einem Prädikat bewertet. Dies steht in einer detaillierten Aufgliederung nach Bewertungskriterien in einem Bewertungsprotokoll.

Dies bekommt das Orchester zusammen mit einer Teilnahmeurkunde.

Zusätzlich gibt es einen Zuschuss vom Verband.

Was ist eine Besetzungsliste? Wie ist das mit Aushilfen?

In die Besetzungsliste, die das Orchester vor der Wertung auszufüllen hat, wir die tatsächliche Musikeranzahl und die Verteilung auf die unterschiedlichen Instrumente eingetragen. Diese ist eine Grundlage für die Bewertung der Juroren.

Der Vortrag soll den tatsächlichen Leistungsstand eines Musikvereins ohne Aushilfen wiederspiegeln. In besonderen Fällen (z.B. Krankheit) können Aushilfen hinzugezogen werden. Der MON geht aber davon aus, dass jeder Verein ausschließlich mit den Musikern antritt, die dem Verband auch als Musiker des Vereins gemeldet sind.

Wie läuft eine ?Wertung im Konzert? ab?

Wie ein normales Wertungsspiel auch. Nur dass die beiden Stücke, die in die Wertung einfließen Teil des Konzertes einer Kapelle sind. Alle anderen gespielten Stücke werden begutachtet, sind aber nicht Bestandteil des Ergebnisses. Am Ende des Konzertes teilt der Juror das erzielte Prädikat mit. Die genaue Punktezahl und die Besprechung mit dem Dirigenten erfolgt telefonisch innerhalb einer Woche. Für die "Wertung im Konzert" kann man sich beim MON bewerben.

Marschmusik
Welcher Feldschriftt gilt dieses Jahr?

Den aktuell gültigen Feldschritt finden Sie unter:

www.mon.bayern/service/musik-in-bewegung/.

Häufig gestellte Fragen - organisatorisch

GEMA
Welche Veranstaltungen sind pauschal über den Rahmenvertrag abgegolten?

Über den GEMA-Rahmenvertrag sind eine ganze Reihe von Veranstaltungen pauschal abgegolten: 

* alle Konzerte
* bis zu drei gesellige Veranstaltungen in Räumen unter 666 qm
* Hochzeitsveranstaltungen aktiver Musiker oder Mitglieder des Vorstandes
* eigene Wohltätigkeits-, Werbe- und Standkonzerte der Mitgliedsvereine
* Ständchen aus besonderen Anlässen oder für aktive Musiker
* Veranstaltungen an den ersten beiden Tagen von Jubiläumsfesten (25, 50, 75 J. ...)

Den gesamten Katalog der pauschal abgegoltenen Veranstaltungen finden Sie im GEMA-Gesamtvertrag www.bbmv-online.de/Downloads.40.0.html unter Punkt 12.

Muss ich pauschal abgegoltene Veranstaltungen melden und dafür auch Musikfolgen abgeben?

Auch für pauschal abgegoltene Veranstaltungen müssen die Musikfolgen abgegeben werden. Nur so bekommen unsere Blasmusik-Komponisten auch ihre Tantiemen von der GEMA.

Zudem ist die GEMA lt. Rahmenvertrag berechtigt, für nicht-abgegebene Musikfolgen eine "Straf"gebühr zu berechnen ... und sie tut dies auch!

Müssen Ständchen gemeldet werden und wenn ja, welche?

Ständchen müssen gemeldet werden, sofern
a) der Musikverein Veranstalter des Ständchens lt. Rahmenvertrag ist
b) das Ständchen öffentlich ist
(Denn nur öffentliche Musikaufführungen müssen bei der GEMA gemeldet werden!)

Was bedeutet aber nun öffentlich im Sinne der GEMA?
Der FAQ-Bereich der GEMA gibt hier Hinweise: Auf die Frage, wann die Nutzung eines Musikwerks öffentlich und damit lizenzpflichtig sei, gibt es zwar keine eindeutige Antwort. Persönliche Verbundenheit der Teilnehmer untereinander (wie zum Beispiel bei einem Ständchen für ein Ehrenmitglied im Rahmen einer privaten Feier oder nur mit der Blaskapelle) spricht dafür, dass die Veranstaltung nicht öffentlich und damit nicht lizenzpflichtig ist. Je größer aber die Teilnehmerzahl einer Veranstaltung, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Veranstaltung öffentlich ist, weil die Personen nicht persönlich miteinander verbunden sein können.

Versicherung
Ist man über die MON-Mitgliedschaft automatisch versichert?

In der MON-Mitgliedschaft ist nicht automatisch ein Versicherungsschutz integriert. Dieser kann aber kostengünstig und passgenau über den Rahmenvertrag des MON mit der Sparkassenversicherung Stuttgart ergänzt werden.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.mon.bayern/informationen/versicherungen/.

MON-Verwaltungssoftware
Ich komme nicht mehr in die Software!

1.
Sie haben die Funktion ("1.Vorsitzender" / "EDV-Beauftragter") beendet. In diesem Fall müssen Sie sich an die MON-Geschäftsstelle wenden.

2.
Durch die Umstellung auf den neuen Server am 19.8.2015 ergibt sich eine kleine Änderung in der Anwendung, denn die neue Serversoftware schreibt eine zweistufige Anmeldung vor. D.h. man meldet sich zuerst mit Benutzer "mon\mon" und Passwort "mon.00" an. Erst danach kommt der bekannte Anmeldeprozess, in dem man dann seinen individuellen Benutzernamen und sein Passwort eingeben kann.

Wie kann ich verhindern, dass Auszubildende in meiner Orchesterliste erscheinen?

Hier empfehlen wir, ein zusätzliches "Orchester" anzulegen (z.B. "Auszubildende" / "musikalische Frühförderung" / "Bläserklasse"), dem man dann die (Nachwuchs)Musiker zuordnet, die nicht im Hauptorchester erscheinen sollen.

Wie behandle ich den Dirigenten?

Der Dirigent eines Orchesters wird über die "Funktion" "1. Dirigent" definiert. In der Regel spielen Dirigenten auch ein Instrument. Dieses ist bei "Instrument beherrscht" einzugeben.

Was mache ich mit Vorstandsmitgliedern, die keine aktiven Musiker sind?

Vorstandsmitglieder, die nicht gleichzeitig aktive Musiker sind, legen Sie über den "Neuanlage-Assistent" an. Der Assistent bietet drei Optionen, darunter die Option "Passives Mitglied". Nach der Anlage können Sie im Bereich "Funktionen" die jeweilige ehrenamtliche Tätigkeit erfassen.

Nach welchen Kriterien wird der Beitrag berechnet?

Im Vergleich zur alten Software ist es problemlos möglich, dass Sie eine Person (einen Musiker) mehreren Orchestern Ihres Vereins zuordnen. Dabei entsteht innerhalb des Vereins nur einmal ein Beitrag.

Seit 1.1.2010 gibt es nur noch die Unterscheidung zwischen
Musiker unter 18 Jahren
Musiker über 18 Jahren
unabhängig davon, ob es sich um Auszubildende handelt oder nicht.

Die zugesandte csv-Datei lässt sich nicht korrekt öffnen!

Manche Excel-Versionen schieben alle Daten in die Spalte A.
Öffnen Sie die csv-Datei mit Excel. Markieren Sie die komplette Spalte A und gehen Sie dann zum Menüpunkt "Daten" und dort auf den Bereich "Text in Spalten". Dann auf "getrennt" auf Trennzeichen "Semikolon".
Anschließend auf "fertig stellen" und schon haben Sie die korrekte Excel-Datei.

Abzeichen und Ehrungen vor 2001 sind nicht erfasst!

Es wurden nur "Kurse" und "Ehrungen" in die neue Verwaltungssoftware übernommen die bereits in der alten Software gespeichert waren. D.h. dass nur Ehrungen und Kurse erfasst sind, die ab dem Jahr 2002 beantragt bzw. absolviert wurden. Zusätzliche Ehrungen und Kurse können nur manuell durch den Verein als "MON-historisch" oder "vereinseigene Kurse" nachgetragen werden.

Die Kriterien "Liste" und "Musik" lassen sich nicht ändern!

Das Zuschusskriterium "Liste" wird durch die Aktivierung des Buttons "Bestandsmeldung durchführen" auf "erfüllt" gesetzt. Der Button ist nur in der Bestandsmeldefrist aktiviert.
Das Kriterium "Musik" kann erst im Laufe des Jahres durch die Teilnahme an Bezirksmusikfesten, Wertungsspielen etc. erfüllt werden. Dieses Kriterium wird durch die MON-Geschäftsstelle gesetzt.