MON-Delegiertenversammlung mit großer Harmonie und kleinen Misstönen

In großer Zahl sind die Delegierten nach Haar gekommen.
Präsident Dr. Marcel Huber kann auf ein besonderes Jubiläumsjahr 2018 zurück und positiv nach vorne blicken.
Verbandsdirigent Kellerer zeigt eine positive Bilanz der musikalischen Arbeit.
Für 15 Jahre in der Musikkommission wird Benedikt Paul geehrt.
Ernst Schusser und die Klarinettisten um Wolfgang Forster machten die Delegiertenversammlung auch zu einem musikalisch interessanten Ereignis.
Die diesjährige MON-Delegiertenversammlung bot bis auf kleine – von außen herrührende – Misstöne große Harmonie in allen Bereichen. MON-Präsident Dr. Marcel Huber konnte auf ein erfolgreiches MON-Jubiläumsjahr zurückblicken, in dem sich der MON bestens präsentiert hat.

Von den Musikantenwallfahrten nach Altötting und Andechs bis zur großen MON-Jubiläumsgala war das ganze Jahr auf das Jubiläum abgestimmt. Das Kooperationskonzert „Frack trifft Tracht“ mit den Münchner Philharmonikern im Großen Saal der Philharmonie habe zudem gezeigt, dass der MON eine überaus lebendige Kooperation mit dem weltberühmten Orchester aus der Landeshauptstadt unterhalte. Die Wertigkeit dieses Konzerts auf Seite der Philharmoniker habe sich unter anderem darin manifestiert, dass Maestro Valery Gergiev persönlich den Eröffnungsmarsch beim Konzert dirigierte, nachdem er zuvor auch schon über eine Stunde mit dem Orchester geprobt hatte.

Von einem positiven Jahr berichtete auch Verbandsdirigent Franz Kellerer, der von den Leistungsabzeichen über die Fortbildungen bis hin zu den Wertungsspielen in allen Bereichen Zuwächse registriert hatte. Insgesamt, so Kellerer, seien im vergangenen Jahr 7500 Musiker direkt mit dem MON in Verbindung getreten. Auf diese Zahl könne man als Verband sehr stolz sein.

Mit Benedikt Paul wurde der Verbandsjugendleiter und ein wichtiges Mitglied der Musikkommission für 15-jährige ehrenamtliche Betätigung an der MON-Spitze geehrt. „Wenn wir Bene nicht hätten, müssten wir ihn erfinden“, urteilte Verbandsdirigent Franz Kellerer über einen der großen Aktivposten in der Musikkommission.

Von seinen derzeitigen Schwierigkeiten berichtete MON-Geschäftsführer Andreas Horber. Aus dem für die Laienmusik zuständigen Wissenschaftsministerium sei eine Rückförderung des Staatszuschusses eingetroffen, so Horber. Allerdings sei die Berechnung der Mirarbeiter des Ministeriums ganz offenkundig fehlerhaft, er selbst habe seine eigene, wie auch die Berechnung des Ministeriums mehrfach auf verschiedene Arten nachgeprüft und sei zu dem Schluss gekommen, dass der Fehler nicht bei der MON-Geschäftsstelle liege. Diese Angelegenheit sorge derzeit für unnötig viel Wirbel, so Horber.

Sowohl die Kassenprüfer als auch Wirtschaftsprüfer Andreas L. Huber attestierten allerdings eine tadellose Geschäftsführung und schlugen die Entlastung des gesamten Präsidiums vor – einschließlich Geschäftsführer Andreas Horber, der um seine eigene Nicht-Entlastung gebeten hatte. Die Delegierten kamen dem Vorschlag unter großem Applaus nach – ein echter Vertrauensbeweis für das Präsidium und den Geschäftsführer.

Bei den turnusmäßig anstehenden Präsidiumswahlen wurde das gesamte Präsidium bestätigt. Dr. Marcel Huber wird als Präsident weiterhin von seinen Vizepräsidenten Franz Donauer, Thomas Eiglsperger, Florian Bauer und Roland Schuster vertreten. Geschäftsführende Präsidentin bleibt Friederike Steinberger und auch Andreas Horber wurde – wie die übrigen Präsidiumsmitglieder – mit einstimmigem Ergebnis wiedergewählt.

Zum Abschluss der Versammlung hielt Ernst Schusser vom Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern ein Impulsreferat, in dem er (mit teils live vorgetragenen Hörbeispielen) die Geschichte der Volksmusik für Klarinetten der vergangenen 200 Jahre nachzeichnete.

Am Ende konnte die Geschäftsführende Präsidentin Friederike Steinberger auf eine gelungene und harmonische Delegiertenversammlung zurückblicken, die dem MON Schwung für die anstehenden Aufgaben geben sollte.

zurück