Heinz-Wohlmuth-Preis für besondere Musikprojekte

Von 1956 bis 1989 war Heinz Wohlmuth Präsident des MON und prägte in seiner über dreißigjährigen Ära den MON wie kein zweiter. Wohlmuths Tod im Jahr 1989 hinterließ eine klaffende Lücke im MON, aber sein Vermächtnis wirkt bis heute nach. Anlässlich des 30. Todestages von Heinz Wohlmuth stiftet der MON im Gedenken an seinen ehemaligen Präsidenten nun erstmals einen Preis für besondere Musikprojekte.

Der „Heinz-Wohlmuth-Preis“ soll künftig einmal jährlich an MON-Kapellen verliehen werden, die besondere Projekte in einer der drei ausgeschriebenen Kategorien (Konzertprojekte, Engagement- und Kooperationsprojekte, Projekte der Nachwuchsgewinnung) durchgeführt haben.

„Heinz Wohlmuth war seiner Zeit in vielen Dingen weit voraus. Allein schon, dass er mit seinen MON-Kollegen der ersten Stunde im München der Nachkriegszeit einen Musikbund gegründet hat, spricht dafür, dass diese Leute Visionen hatten, die weit über die damalige Zeit hinauswiesen“, erklärt der heutige MON-Präsident Dr. Marcel Huber. „Man muss sich das mal vorstellen: Die Wunden des Krieges waren in München noch längst nicht verheilt, da setzen sich die Blasmusiker im Löwenbräukeller zusammen und gründen eine Organisation, die sich um Tradition, Brauchtum und Blasmusik kümmert und damit direkt den Menschen in Ober- und Niederbayern zugute kommt. Heute stellen wir fest, wie recht die Gründungsväter mit ihrem Vorhaben hatten, und heute sehen wir auch, wie weit in die Zukunft Heinz Wohlmuths Arbeit als MON-Präsident reichte!“

Genau aus diesem Grund wurde bei der Ausschreibung der Kategorien darauf geachtet, dass Heinz Wohlmuths Anliegen in der Preisvergabe berücksichtigt wird: Die Kategorie „Konzertprojekte“ richtet sich an besondere Themenkonzerte, besondere Programme, Musical-Aufführungen und ähnliche Projekte. Die „Engagement- und Kooperationsprojekte“ umfassen Benefizkonzerte, Schulkonzerte oder auch Kooperationsprojekte mit Schulen, Musikschulen und anderen Vereinen. Und schließlich wird der „Heinz-Wohlmuth-Preis“ auch für besondere Projekte der Nachwuchsgewinnung vergeben.

Die Auswahl der Preisträger übernimmt der MON-Beirat zusammen mit Irmgard Wohlmuth, die als Heinz Wohlmuths Tochter, langjährige Assistentin des großen MON-Präsidenten und „Urgestein“ des MON einen ganz besonderen Blick auf den MON und seine Mitgliedsvereine hat. Jeder Preis ist in jedem Jahr mit 1000 Euro dotiert, wobei es der Jury überlassen bleibt, eine Kategorie in einem Jahr nicht zu berücksichtigen. Die Preisgelder können bei Bedarf auch auf mehrere Preisträger in einer Kategorie verteilt werden.

„Wir sind als heutiges Präsidium des MON sehr stolz darauf, wie sich unser Verband entwickelt hat und achten darauf, nicht die Verdienste unserer Vorgänger und Gründungsväter zu vergessen. Deshalb freuen wir uns sehr, in diesem Jahr erstmals den ‚Heinz-Wohlmuth-Preis‘ ausschreiben zu können. Wir hoffen, mit diesem Preis die MON-Mitgliedskapellen zu animieren, im Sinne Heinz Wohlmuths die Entwicklung des Verbands weiter voranzubringen!“, betont Dr. Marcel Huber die Intention des Preises.

MON-Kapellen können sich künftig bis zum 30. Oktober jeden Jahres bei der MON-Geschäftsstelle um den Heinz-Wohlmuth-Preis bewerben. Zur Bewerbung genügt ein formloses Schreiben an die Geschäftsstelle, in dem die Besonderheit des Projekts durch aussagekräftige Unterlagen (Presseartikel, Plakate, Internet-Berichte, Konzertprogramme oder ähnliches) belegt wird. Die Auswahl der Preisträger obliegt dann dem MON-Beirat gemeinsam mit Irmgard Wohlmuth.

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