Sinf. Blasorchester des MON begeistert mit Vielfalt

Das Sinfonische Blasorchester unter der Leitung von Alejandro Vila.
Das SBM in "abgespeckter" Version gemeinsam mit RIcardo Carvalhoso.
Tuba-Solist Ricardo Carvalhoso
Alejandro Vila mit Moderatorin Ulla Müller
Für Moderatorin Ulla Müller (die Vormittagsstimme von Bayern 1) klang zwar „Sinfonisches Blasorchester des Musikbundes von Ober- und Niederbayern“ etwas sperrig, das SBM überzeugte sie aber auf ganzer Linie – und mit ihr die etwa 500 Besucher in der gut gefüllten Germeringer Stadthalle. Unter den Besuchern waren auch zahlreiche Vertreter aus dem MON-Beirat sowie aus den Bezirken, aus der MON-Musikkommission, Vizepräsident Thomas Eiglsperger und die Geschäftsführende MON-Präsidentin Friederike Steinberger sowie der Bundestagsabgeordnete Michael Kießling.


Unter der Leitung von Alejandro Vila präsentierte das Orchester mit „Traveler“ des im vorigen Jahr verstorbenen US-amerikanischen Komponisten David Maslanka ein ebenso nachdenkliches wie eindrucksvolles Werk. Als weiteres Schwerpunktwerk brachte das Orchester (in kleiner Besetzung) Rolf Wilhelms „Concertino für Tuba“ auf die Bühne. Als Solist stand mit Ricardo Carvalhoso der Solo-Tubist der Münchner Philharmoniker zur Verfügung. Der bescheiden auftretende junge Portugiese glänzte mit samtig-singendem Ton und größter Virtuosität in den schnellen Passagen. Nicht nur für das Publikum in Germering war diese Zusammenarbeit ein echtes Erlebnis, auch die Musiker des Orchester schwärmten von Ricardo Carvalhoso, seiner Musikalität und auch seiner Arbeitsweise: Der Tubist hatte das Orchester während der Arbeitsphase im schwäbischen Violau hoch motiviert und bestens vorbereitet besucht und das Stück gemeinsam mit Dirigent Alejandro Vila nach seinen Vorstellungen entwickelt. Carvalhoso ist übrigens seit dem vorigen Jahr im Rahmen der MON-Kooperation mit den Münchner Philharmonikern auch als Dozent der preisgekrönten MON-Bläserakademie „advanced“ tätig.

Neben den beiden Programmhöhepunkten erinnerte das SBM mit der Ouvertüre zu „Candide“ und einigen Tänzen aus der „West Side Story“ an den 100. Geburtstag des legendären US-amerikanischen Komponisten Leonard Bernstein. Johan de Meijs „La Quintessenza“, Thomas Doss‘ „Alpina Saga“ sowie die beiden Märsche „Textilaku“ (Karol Pádivý) und „Mercury“ (Jan Van der Roost) komplettierten das Programm. Als Zugabe erklatschten sich die begeisterten Zuhörer den Marsch „Op.99“ von Sergei Prokofiew.

Am Ende des Konzerts hatte das SBM unter der Leitung von Alejandro Vila das Publikum und Moderatorin Ulla Müller gerührt, mitgerissen, begeistert und sogar regelrecht euphorisiert. Ob Ulla Müller die von ihr für Namensvorschläge für das SBM ausgelobte „sehr gute Flasche Wein“ an den Mann oder die Frau gebracht hat, ist nicht bekannt. Dass das SBM sie als Fan gewinnen konnte und sie wiederkommen wird, dürfte dagegen sicher sein.

Die diesjährige Arbeitsphase des SBM geht mit einem Auftritt bei der MON-Jubiläumsveranstaltung in der Alten Messe München am 23. Juni zu Ende. Dann übernimmt Tubist Andreas M. Hofmeir den Solo-Part bei Rolf Wilhelms „Concertino für Tuba“ und die Moderation. Und im Herbst beginnt dann schon wieder die Anmeldung für die Arbeitsphase 2019…

zurück